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Wappen der Gemeinde Dhronecken
Dhronecken

Ortsbürgermeister

Detlef Jochem
Hirtenweg 19
54426 Dhronecken
Telefon: 06504 / 2452

Beigeordnete

Carmen Schade
Hirtenweg 3
54426 Dhronecken

Ortsgemeinde Dhronecken

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Dhronecken liegt im nachweisbar ältesten Stamm- und Kerngebiet der Kelten das sich um 500 v. Chr. von der mittleren Donau bis nach Lothringen erstreckte und sich erst in späteren Jahrhunderten nach Frankreich ausdehnte. 

Es entwickelte sich damals im Gebiet der Eifel und des Hunsrück eine eigenständige Kultur, die der Treverer, die sich räumlich in eine West- und Ostgruppe unterteilte, wobei das heutige Dhronecken der westlichen Gruppe angehörte. Schriftliche Quellen fehlen, aber archäologisch lässt sich diese eigenständige Kultur über die Trachten der Bestatteten und durch eigene Formen und Verzierungen der Grabbeigaben, insbesondere der Tongefäße belegen. Die keltischen Treverer behaupteten von sich selbst, germanischen Ursprungs zu sein. 

Wie Caesar in seinen acht Büchern (De Bello Gallico) über den Krieg mit den Kelten ausführlich berichtet, standen sie im Ruf besonderer Tapferkeit und verfügten über die bei weitem bedeutendste Reiterei „in ganz Gallien" [2]. Mit dem Sieg Caesars über die Stämme der Kelten im Jahre 51 v. Chr. wurde das heutige Dhronecken Teil einer römischen Provinz mit dem Namen Belgica Prima (siehe: Archäologiepark Belginum). 

Damals entstand bei Dhronecken eine römische Siedlung, ebenfalls auf dem Röderberg, mit Heiligtum, Pilgerhäusern und Gaststätten. Bemerkenswert auch die breite Ansiedlung von Sarmaten zwischen Dhron und Nahe, also von Nicht-Germanen aus der heute russischen Steppe.[3] Mit der germanischen Völkerwanderung endete die Besetzung durch die Römer, nach zahlreichen keltischen Aufständen und ersten Einfällen der Germanen. 

Die letzten römischen Münzen aus dem Dhronecker Umfeld stammen aus der Zeit um 400 n. Chr. Nach den Wirren der Völkerwanderung besetzten die Franken den Hunsrück. Ein heute „Moselfranken" genannter Stamm hatte sich um 420 von den Rheinfranken getrennt und war westwärts gezogen. Als „Moselfränkisch" lebt ihre Sprache bis in die Gegenwart fort und verbindet als Dialekt das Dhronecker Land mit Trier und dem nördlichen Saarland, auch mit Luxemburg, dessen Landessprache, neben dem Französischen und dem Hochdeutschen, das Moselfränkische geblieben ist. Politisch wurden die Stämme der Franken durch ihre Könige geeint. Sie teilten das Land in Gaue, wobei Dhronecken dem Triergau zugeordnet wurde und damit dem Trierer Bischof, was durch die Könige Pippin und Karl der Große um das Jahr 800 durch Urkunden bestätigt wurde. 

Im Verlauf des Mittelalters kam es zur Aufsplitterung in kleinere Territorien, und Troneck wurde Teil der Mark Thalfang (Talevangero marca). Zu Beginn der Neuzeit war Dhronecken unter dem Namen „Troneck“ Sitz der Wildgrafen und Hauptort der Mark Thalfang. Nach der Französischen Revolution wurde 1794/95 das linke Rheinufer und damit auch Dhronecken an Frankreich abgetreten. Aufgrund eines Gesetzes vom 26. März 1798 hoben die Franzosen die Feudalrechte in ihrem Besatzungsgebiet auf. Nach Ende der französischen Herrschaft kam der Ort 1815 zum Königreich Preußen. Seit 1946 ist der Ort Teil des im gleichen Jahr neu gegründeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz.